Es war ein sonniger Tag, und der Wünschewagen des ASB war bereit für eine ganz besondere Reise. Das Ziel: das Elbriot Festival in Hamburg, ein Mekka für Metal-Fans. Unser Fahrgast, Marcel, der seit 20 Jahren im Wachkoma liegt, war der Mittelpunkt dieser Fahrt.
Mit ehrenamtlichem Einsatz, Einnahmen aus Losverkäufen und Spenden unterstützt der Lions Club Segeberg in „normalen“ Zeiten regelmäßig eine Reihe von Projekten und Einrichtungen in und um Bad Segeberg. So kamen bei der Lions-Tombola anlässlich des Bad Segeberger Stadtfestes im September 2019 und beim Glühweinverkauf im Rahmen der Waldweihnacht im Erlebniswald Trappenkamp im Dezember 2019 reichlich Einnahmen zusammen. In diesem Jahr entfallen diese Events coronabedingt, so dass der Club noch sorgsamer mit den vorhandenen Finanzmitteln umgeben muss, um weiter helfend in der Region aktiv sein zu können.
Meine ASB-Kleidung – T-Shirt, Pulli und Jacke mit dem Schriftzug Wünschewagen – liegen bereit, die Sicherheitsschuhe im Rucksack verpackt und dann die Nachricht von Birgit (unserer Koordinatorin für die Wunschfahrten), dass die Fahrt wahrscheinlich abgesagt werden muss. Doch zum Glück ging alles gut.
Wenn Menschen gefragt werden, was im Leben wirklich wichtig ist, das, was zählt, dann kommen spontan meistens die gleichen Antworten: Gesundheit. Freunde und Familie, Personen, die einem wichtig sind. Gute Erlebnisse wie Urlaube etc., an die man sich erinnern kann. Materielle Dinge, wie ein großes Auto, teure Technik u.ä. werden meistens sehr spät genannt.
Tinka Beller ist Mentorin, Sterbebegleiterin und Autorin. Wir sind sehr froh, sie im Team zu haben, denn sie versteht es, ihre persönlichen Eindrücke, die sie als ehrenamtliche Wunscherfüllerin sammelt, anderen so nahe zu bringen, als sei man selbst dabei gewesen. Hier ist ihr Bericht über unsere jüngste Wunschfahrt, die am 1. Februar ins Fußballstadion nach Braunschweig führte.
Es ist Dienstag, die heutige Wünschefahrt beginnt erst um 13.00 Uhr mit dem Treffen von Belinda und Julian am Wünschewagen. Das heißt, ich kann noch arbeiten gehen, bevor ich mich auf den Weg nach Elmshorn mache. Das heißt auch, dass meine Kolleginnen und Kollegen mich in ganz anderer Kleidung sehen, als im Normalfall. Statt mit Blazer und Pumps sitze ich mit dem Wünschewagen-Poloshirt und Jeans am Besprechungstisch.