Wenn Warnung auf Wissen trifft: ASB beim bundesweiten Warntag in Steinburg

Warntag

Submitted on Autor Kerstin Bröde Thema Rettungsdienst & Katastrophenschutz

Pünktlich um 11 Uhr gingen am Donnerstag, dem 10. September vielerorts die Warnmeldungen ein: auf Smartphones, über Warn-Apps, Radio und Fernsehen sowie über Sirenen und weitere lokale Warnmittel. Anlass war der bundesweite Warntag, an dem Bund, Länder und Kommunen einmal jährlich das Zusammenspiel der verschiedenen Warnsysteme testen. Gegen 11:45 Uhr folgte die Entwarnung.

Doch der Warntag soll mehr sein als ein reiner Technikcheck. Er soll Menschen dafür sensibilisieren, wie sie im Ernstfall gewarnt werden und warum es wichtig ist, Warnsignale und Warnwege zu kennen. Genau hier setzte auch der ASB-Regionalverband Pinneberg-Steinburg an.

Bevölkerungsschutz zum Anfassen am RBZ Steinburg

Am Regionalen Berufsbildungszentrum (RBZ) Steinburg war der ASB mit einem eigenen Informationsangebot vertreten. Mitarbeiter:innen und Einsatzkräfte aus Drohnengruppe und Sanitätsdienst stellten ihre Arbeit vor und gaben Einblicke in unterschiedliche Bereiche des Bevölkerungsschutzes.

Dabei konnten die Schüler:innen nicht nur mit den ASB-Kräften ins Gespräch kommen, sondern auch erfahren, welche Aufgaben Einsatzkräfte übernehmen und welche Technik ihnen dabei zur Verfügung steht. Gerade die Drohnengruppe zeigt, wie moderne Technik die Arbeit im Bevölkerungsschutz unterstützen kann – beispielsweise, wenn größere Gebiete aus der Luft überblickt oder Einsatzstellen erkundet werden müssen.

Ergänzt wurde der Informationsstand durch zwei Vortragsreihen mit jeweils rund 80 bis 100 Teilnehmenden. Damit erreichte das Thema an diesem Vormittag eine große Zahl junger Menschen direkt vor Ort.

Wissen, was im Ernstfall zu tun ist

Der bundesweite Warntag macht einmal im Jahr besonders deutlich, wie vielfältig die Wege sind, über die Menschen heute vor Gefahren gewarnt werden können. Die zentrale Probewarnung wurde 2026 über das Modulare Warnsystem des Bundes verbreitet. Zu den angeschlossenen Warnkanälen zählen unter anderem Radio und Fernsehen, Warn-Apps wie NINA, Cell Broadcast, Internetseiten, Social Media und digitale Anzeigetafeln. Zusätzlich können Länder, Landkreise und Kommunen eigene Warnmittel wie Sirenen oder Lautsprecherwagen einsetzen.

Die Übung verfolgt dabei zwei Ziele: Sie soll zeigen, ob die technischen Abläufe funktionieren und mögliche Schwachstellen sichtbar machen. Gleichzeitig trägt sie dazu bei, die Bevölkerung mit den unterschiedlichen Warnwegen vertraut zu machen. Denn im Ernstfall zählt nicht nur, dass eine Warnung ankommt – sondern auch, dass Menschen sie einordnen können und wissen, wie sie reagieren sollten.

Mit der Aktion am RBZ Steinburg hat der ASB Pinneberg-Steinburg diesen Gedanken noch einen Schritt weitergetragen: Warnung und Bevölkerungsschutz wurden nicht nur getestet, sondern ganz konkret erklärt und erlebbar gemacht. Ein Warntag also, der nach dem Probealarm nicht einfach vorbei war – sondern hoffentlich auch etwas Wissen für den Ernstfall hinterlassen hat.

ASB LV SH
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